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Nr. 001, Industriepark, Dorf Nanjiao, Bezirk Zhoucun, Zibo, Provinz Shandong, China

Montag bis Freitag, 9:00 – 17:00 Uhr

Fertigung und Qualität

Fertigung und Qua­li­täts­kon­trolle von Gru­ben­ven­ti­la­to­ren

Bei BOFENG begleitet die Qualitätskontrolle den Ventilator von der Freigabe der Zeichnungen und dem Materialeingang über die Fertigung und Montage bis zu den Prüfungen im Werk. Die folgenden Abschnitte erläutern die Prüfungen und die zugehörigen Nachweise für jede Phase.

Das Hauptbild zeigt die Montage und Einstellung der Schaufeln an großen Axial-Grubenventilatoren. Weitere Fotos und Werkstattaufnahmen zeigen das Auswuchten von Laufrädern, die Anschlüsse für elektrische Prüfungen und die Prüfkanäle im Labor. Die begleitenden Texte erläutern die durchgeführten Kontrollen und die zugehörige Dokumentation.

Montage und Einstellung der Schaufeln an großen Axial-Grubenventilatoren in der BOFENG-Werkstatt
Montage und Einstellung der Schaufeln an großen Axial-Grubenventilatoren.

Benötigen Sie einen projektspezifischen Prüfplan?

Teilen Sie uns vor Produktionsbeginn den erforderlichen Volumenstrom und Druck, die Stromversorgung, die Einbausituation, die Umgebungsbedingungen am Einsatzort, die gewünschten Messungen und die benötigten Unterlagen mit. So lässt sich der Prüfumfang gemeinsam mit der Ventilatorausführung festlegen.

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Fer­ti­gungs­be­glei­tende Prüfungen

Qua­li­täts­kon­trolle in jeder Fer­ti­gungs­phase

Die Fertigung erfolgt nach freigegebenen Zeichnungen, Stücklisten und den Prüfanweisungen der jeweiligen Ventilatorbaureihe. Eingehende Materialien, Bauteile in der Fertigung und der fertig montierte Ventilator werden anhand der jeweiligen Anforderungen geprüft.

Die Messmittel werden nach den betrieblichen Prüfverfahren verwaltet. Die Fertigungs- und Prüfunterlagen dokumentieren die gelieferte Ventilatorausführung, die durchgeführten Prüfungen und die dabei ermittelten Ergebnisse.

Prüfumfang: Die auf dieser Seite beschriebenen Fertigungskontrollen beziehen sich auf Axial-Grubenventilatoren. Die vorgeschriebenen Prüfungen richten sich nach den technischen Anforderungen und Prüfanweisungen der jeweiligen Baureihe; sie müssen nicht gesondert vom Kunden angefordert werden. Zusätzliche Betriebspunkte für Leistungsprüfungen, Prüfungen spezieller Beschichtungen und die Teilnahme des Kunden oder eines Dritten an Prüfungen werden in der technischen Vereinbarung festgelegt. Bei explosionsgeschützten Ausführungen werden auch die freigegebenen elektrischen Komponenten und die zugehörigen Zertifizierungsunterlagen geprüft.

Fertigungs- und Prüfablauf im Überblick

  1. Auf­trags­prü­fung und Lenkung der Fer­ti­gungs­un­ter­la­gen
  2. Waren­ein­gangs­prü­fung von Materialien und Komponenten
  3. Anreißen, Zuschnitt und Umformen der Bauteile
  4. Schweißen, Richten und erneute Maßprüfung
  5. Lauf­rad­mon­tage, Schaufel­ein­stel­lung und Auswuchten
  6. Ober­flä­chen­vor­be­rei­tung und Beschich­tung
  7. Endmontage, Ausrichten und Einstellen der Spaltmaße
  8. Elektrische Prüfungen und Kontrollen vor dem Anlauf
  9. Probelauf im Werk
  10. Messung von Spannung und Stromstärke
  11. Volumen­strom- und Druck­mes­sung mit Daten­er­fas­sung im Labor
  12. Prüf­pro­to­kolle und begleitete Werks­ab­nahme nach Ver­ein­ba­rung
  13. Umgang mit nicht­kon­for­men Bauteilen und Prüf­er­geb­nis­sen
  14. Ver­sand­frei­gabe, Kenn­zeich­nung, Doku­men­ta­tion und Verpackung

Diese Kontrollen greifen ineinander: Zuschnittmaße, Schweißverzug, Schaufeleinstellung und Spaltmaße können die spätere Montage und den Betrieb beeinflussen. Abweichungen an Bauteilen oder bei Prüfungen werden unmittelbar nach ihrer Feststellung bewertet und behandelt. Punkt 13 gilt deshalb während der gesamten Fertigung und Prüfung, nicht erst bei der Endkontrolle.

Auftrags- und Waren­ein­gangs­prü­fung

Zeichnungen, Materialien und Komponenten

01Auf­trags­prü­fung und Lenkung der Fer­ti­gungs­un­ter­la­gen

Die Produktion beginnt mit der Prüfung des technischen Angebots, der Auftragsanforderungen und der freigegebenen Fertigungsunterlagen. Festzulegen sind die Ventilatorbaureihe, der Volumenstrom, der Druck, die Motorleistung, die Spannung, die Frequenz, die Einbausituation, die Bewetterungsaufgabe, die Umgebungsbedingungen am Einsatzort und das mitgelieferte Zubehör.

Vor der Fertigung werden auch projektspezifische Anforderungen geklärt: besondere Werkstoffe, Korrosionsschutz, Explosionsschutz, Drehrichtung, Ein- und Austrittsanschlüsse, Überwachungszubehör, Haltepunkte für Prüfungen, die Teilnahme des Kunden oder eines Dritten an Prüfungen sowie die Abschlussdokumentation. Freigegebene Zeichnungen und Stücklisten sind die verbindlichen Arbeitsgrundlagen in der Werkstatt. Änderungen an wesentlichen Komponenten oder an der Konfiguration müssen vor ihrer Umsetzung geprüft werden.

02Waren­ein­gangs­prü­fung von Materialien und Komponenten

Eingehende Materialien und Komponenten werden anhand der freigegebenen Unterlagen für die zu liefernde Ausführung kontrolliert. Dazu können Stahlbleche, Motoren, Lager, Wellen, Kupplungen, Befestigungselemente und bestelltes Zubehör gehören. Je nach Material oder Bauteil umfasst die Prüfung:

  • Werkstoffspezifikation, Dicke, Menge und äußerlich erkennbaren Zustand;
  • Motortyp, Nennleistung, Spannung, Frequenz, Drehzahl und Bauform;
  • Lager, Wellen, Kupplungen und weitere Antriebskomponenten;
  • Flanschmaße, Montageschnittstellen und Anschlussanforderungen;
  • Schutzabdeckungen, Schalldämpfer, flexible Verbindungen und Überwachungszubehör;
  • Anforderungen an besondere Beschichtungen, Korrosionsbeständigkeit und Explosionsschutz.

Bei Sonderanfertigungen ist die eindeutige Bauteilkennzeichnung besonders wichtig. Äußerlich ähnliche Teile können sich in Flanschmaßen, Lochbildern oder Einbaulagen unterscheiden. Die Zuordnung jedes Bauteils zur freigegebenen Zeichnung verringert das Risiko von Verwechslungen während der Fertigung und Montage.

Kontrollen in der Fertigung

Vom Blech­zu­schnitt zum geprüften Gehäuse

03Anreißen, Zuschnitt und Umformen der Bauteile

Stahlbleche werden für Gehäuse, Lufteintritt, Diffusor, Flansche, Halterungen, Motorbefestigungen und weitere Konstruktionsteile angerissen und zugeschnitten. In der Werkstatt werden Stückzahl, Kennzeichnung, wesentliche Maße und Kantenzustand kontrolliert. Grate, Schlacke und scharfe Kanten werden entsprechend den Vorgaben vor dem Umformen und Schweißen entfernt.

Die Zuschnitte werden entsprechend den Zeichnungen zu zylindrischen, konischen oder anderen Bauteilformen umgeformt. Vor dem endgültigen Schweißen werden die Rundheit des Gehäuses, die Flanschpositionen und die Passung der Teile bei einer Probemontage geprüft. Ein Gehäuse kann den richtigen Nenndurchmesser haben und dennoch Montageprobleme verursachen, wenn Flanschflächen oder Schraubenlöcher nicht fluchten. Diese frühzeitigen Kontrollen verringern Nacharbeiten nach der Beschichtung oder Endmontage.

04Schweißen, Richten und erneute Maßprüfung

Die umgeformten Teile werden positioniert und zu Gehäuse, Grundrahmen, Halterungen, Lufteintritt, Diffusor und weiteren Baugruppen verschweißt. Beim Einpassen und Schweißen werden die für die spätere Montage wichtigen Schnittstellen geprüft, insbesondere Flansch- und Halterungspositionen, Montageflächen und kritische Maße.

Die Schweißwärme kann Verformungen verursachen und die Ausrichtung der Teile beim Abkühlen verändern. Deshalb werden die wesentlichen Maße nach der Fertigung erneut geprüft. Bei Bedarf werden Rundheit, Ausrichtung oder Passung mit einer hydraulischen Presse oder einem anderen kontrollierten Verfahren korrigiert. Das gerichtete Bauteil wird erneut vermessen, bevor es in die nächste Fertigungsphase übergeht.

Die übliche Sichtprüfung umfasst die Vollständigkeit der Schweißnähte, sichtbare Risse, unvollständig geschweißte Bereiche, übermäßigen Verzug sowie Schlacken- und Schweißspritzerrückstände. Ergänzende zerstörungsfreie Prüfungen erfolgen entsprechend den Zeichnungen, der technischen Vereinbarung oder dem Prüfplan.

Laufrad und rotierende Baugruppe

Lauf­rad­mon­tage, Schaufel­ein­stel­lung und dynamisches Auswuchten

Das Laufrad wird als wesentliches rotierendes Bauteil des Ventilators separat geprüft. Je nach Konstruktion werden Einbaurichtung, Position oder Winkel der Schaufeln, der Zustand von Nabe, Befestigungen oder Schweißnähten, mögliche Verformungen und die Übereinstimmung mit der Zeichnung kontrolliert. Bei verstellbaren Schaufeln müssen die Einstellwinkel einheitlich sein, bevor die rotierende Baugruppe abgenommen wird.

Das Auswuchten des Laufrads erfolgt nach den Fertigungs- und Prüfvorgaben der jeweiligen Ventilatorbaureihe. Das Auswuchtprotokoll gibt an, auf welchen Ventilator oder welches Laufrad sich die Prüfung bezieht. Nach jeder Auswuchtkorrektur wird die rotierende Baugruppe erneut anhand der festgelegten Abnahmekriterien geprüft; das Ergebnis wird dokumentiert.

Auswuchten ersetzt nicht die Schwin­gungs­prü­fung des montierten Ventilators

Beim Auswuchten wird die Massenverteilung der rotierenden Baugruppe korrigiert. Der Probelauf im Werk prüft dagegen den montierten Ventilator und umfasst die nach der Prüfanweisung der Baureihe erforderlichen Schwingungsmessungen. Auch Ausrichtung, Spaltmaße, Lager, Befestigungen, Auflagerbedingungen und Stromversorgung können die Schwingungen beeinflussen. Das Auswuchtergebnis des Laufrads ersetzt daher nicht die Prüfung des vollständigen Ventilators.

Beispiel eines Laufrads auf einer dynamischen Auswuchtmaschine im Werk
Beispiel für das dynamische Auswuchten eines Laufrads im Werk.
Grubenventilatorbaugruppen neben der Lackierkabine im Werk
Beschichtete Ventilatorbaugruppen neben der Lackierkabine. Farbton und Beschichtungsanforderungen richten sich nach der Auftragsspezifikation.

Ober­flä­chen­vor­be­rei­tung und Ober­flä­chen­schutz

Ober­flä­chen­vor­be­rei­tung und Beschich­tung

Öl, loser Rost, Schweißspritzer, Staub und andere Verunreinigungen werden entsprechend den Beschichtungsvorgaben entfernt. Grundierung, Zwischenschichten und Deckbeschichtung werden nach dem üblichen Werksverfahren oder dem für das Projekt festgelegten Beschichtungssystem aufgebracht. Je nach Aufbau des Ventilators kann die Beschichtung in mehreren Schritten vor und nach der Endmontage erfolgen.

Die wesentlichen Fertigungs- und Maßkontrollen müssen vor der abschließenden Beschichtung abgeschlossen sein. Nach dem Lackieren werden Farbton, Deckung, unbeschichtete Stellen, Läufer, Oberflächenverunreinigungen und Handhabungsschäden geprüft. Für feuchte, korrosive oder küstennahe Einsatzorte sowie bei chemischer Beanspruchung können ein bestimmtes Beschichtungssystem, ein Oberflächenvorbereitungsgrad oder eine Trockenschichtdicke erforderlich sein. Diese Anforderungen müssen in den Auftragsunterlagen festgehalten werden und dürfen nicht nur mündlich vereinbart sein.

Montage und Anlauf­vor­be­rei­tung

Prüfung des fertig montierten Ventilators

07Endmontage, Ausrichten und Einstellen der Spaltmaße

Die Endmontage richtet sich nach der festgelegten Ventilatorausführung und dem vereinbarten Lieferumfang. Geprüft werden Gehäuse, Motor und Laufrad sowie die tatsächlich eingebauten Antriebsteile, Verbindungen, Schutzabdeckungen und Zubehörteile. Die Kontrollen umfassen:

  • richtigen Motortyp und korrekte Einbaulage;
  • korrekten Laufradeinbau und richtige Drehrichtung;
  • Einbau und Schmierung der Lager, soweit zutreffend;
  • Ausrichtung von Wellen oder Kupplungen, soweit vorhanden;
  • Spaltmaß zwischen Laufrad und Gehäuse;
  • Anzug der Befestigungselemente und Sicherung gegen Lösen;
  • Schutzabdeckungen, mitgeliefertes Zubehör sowie Kennzeichnung von Dreh- und Luftströmungsrichtung;
  • freie Drehbarkeit von Hand vor dem Einschalten der Stromversorgung.

Bei Ventilatoren mit gegenläufigen Laufrädern werden zusätzlich die Einbaureihenfolge der beiden Laufräder und ihre jeweiligen Drehrichtungen geprüft. Fehler bei Reihenfolge oder Drehrichtung müssen während der Montage und der Prüfungen im Werk erkannt und behoben werden, nicht erst nach der Lieferung an das Bergwerk.

08Elektrische Prüfungen und Kontrollen vor dem Anlauf

Vor dem ersten Anlauf werden Motortypenschild, Nennspannung und Nennfrequenz, Versorgungsbedingungen und Anschlussplan mit der freigegebenen Ausführung abgeglichen. Isolationsprüfungen und weitere elektrische Kontrollen erfolgen nach der Prüfanweisung der Baureihe und den Projektanforderungen. Bei explosionsgeschützten Ventilatoren werden auch die freigegebene elektrische Konfiguration und die zugehörigen Bauteilunterlagen geprüft.

Der Ventilator wird für den Probelauf sicher befestigt. Der Drehbereich muss frei von Hindernissen sein; Schutzabdeckungen und wesentliche Befestigungen werden kontrolliert, Kabel sicher verlegt und Personen während des Betriebs aus dem Gefahrenbereich ferngehalten. Diese Kontrollen erfolgen vor dem Einschalten der Stromversorgung.

Probelauf und elektrische Messungen

Probelauf und elektrische Prüfungen

09Probelauf im Werk

Der Probelauf im Werk prüft den Anlauf und das Betriebsverhalten des montierten Ventilators. Er gehört zu den vorgeschriebenen Endprüfungen der gelieferten Ausführung.

Geprüft werden Anlauf, Drehrichtung, mögliche Berührungen zwischen Laufrad und Gehäuse, ungewöhnliche Geräusche, gelöste Befestigungen sowie der Betriebszustand von Motor oder Lagern. Soweit die Prüfanweisung der Baureihe dies vorsieht, werden Schwingungen gemessen und zusammen mit der Ventilatorkonfiguration und den Prüfbedingungen dokumentiert. Bei Auffälligkeiten wird die Ursache ermittelt und die betroffene Prüfung nach der Korrektur wiederholt.

10Messung von Spannung und Stromstärke

Spannung und Stromstärke werden bei laufendem Ventilator gemessen. Diese Prüfungen gelten für Hauptgrubenlüfter und Hilfsgrubenlüfter und können auch im Ventilatorenprüflabor durchgeführt werden.

Das Protokoll der elektrischen Messungen enthält die Ventilatorkennzeichnung, die Motorkonfiguration, die Versorgungs- und Betriebsbedingungen sowie die gemessenen Spannungs- und Stromwerte. Diese Daten dokumentieren die elektrischen Betriebsbedingungen und ersetzen keine Volumenstrom- oder Druckmessung.

Hauptgrubenlüfter mit Motor und Anschlüssen für elektrische Prüfungen
Hauptgrubenlüfter bei der Spannungs- und Strommessung im Werk.

Die erforderlichen Messungen und Abnahmekriterien werden für die gewählte Ventilatorausführung festgelegt.

Aero­dy­na­mi­sche Leis­tungs­prü­fung

Volumen­strom- und Druck­mes­sung im Labor

BOFENG misst Volumenstrom und Druck mit Prüfkanälen im Labor. Die Fotos zeigen Haupt- und Hilfsgrubenlüfter an den jeweiligen Prüfkanälen. Ein weiteres Bild zeigt den Bildschirm des Mess- und Datenerfassungssystems.

Die Datenerfassung ist Bestandteil der Leistungsprüfung: Das Laborsystem zeigt die Messwerte an den festgelegten Betriebspunkten an und zeichnet sie auf.

Volumen­strom- und Druck­mes­sung am Haupt­gru­ben­lüf­ter

Hauptgrubenlüfter an einem Laborprüfkanal zur Volumenstrom- und Druckmessung
Hauptgrubenlüfter an einem Laborprüfkanal zur Messung von Volumenstrom und Druck.

Volumen­strom- und Druck­mes­sung am Hilfs­gru­ben­lüf­ter

Hilfsgrubenlüfter an einem Laborprüfkanal zur Volumenstrom- und Druckmessung
Hilfsgrubenlüfter an einem Laborprüfkanal zur Messung von Volumenstrom und Druck.
Bildschirm des Mess- und Datenerfassungssystems im Labor während einer Ventilatorprüfung
Bildschirm des Mess- und Datenerfassungssystems während einer Ventilatorprüfung.

Messung und Daten­er­fas­sung im Labor

Das Ventilatorenprüflabor misst Volumenstrom und Druck und kann während des Ventilatorbetriebs auch Spannung und Stromstärke erfassen. Das Mess- und Datenerfassungssystem zeigt das Schema des Prüfkanals sowie Betriebs-, Umgebungs- und elektrische Messgrößen an.

Der Leistungsprüfbericht nennt die Ventilatorkonfiguration, den Prüfaufbau und die Betriebsbedingungen. Er gibt an, ob statischer Druck oder Gesamtdruck gemessen wird. Er dokumentiert die an den festgelegten Betriebspunkten gemessenen Volumenströme und Drücke sowie die erfassten Spannungs- und Stromwerte, sofern diese Messungen zum Prüfprogramm gehören. Drehzahl, der von der Kennlinie abgedeckte Betriebsbereich und Abnahmekriterien werden im Prüfplan festgelegt.

Prüf­pro­to­kolle und Kun­den­be­tei­li­gung

Prüf­pro­to­kolle und Werks­ab­nahme

Die Tabelle unterscheidet Probelauf, elektrische Messungen, Leistungsprüfung und Inbetriebnahme vor Ort. Bei einer begleiteten Werksabnahme (FAT) verfolgen Vertreter des Kunden oder eines Dritten die vereinbarten Prüfungen und sichten die erforderlichen Unterlagen. Ob die Teilnahme vor Ort oder aus der Ferne erfolgt, wird in der technischen Vereinbarung festgelegt.

PrüfungZweckMessungen und KontrollenDokumentation und Umfang
Probelauf im WerkAnlauf und Betriebsverhalten des montierten Ventilators prüfen.Anlauf, Drehrichtung, Berührungen zwischen Laufrad und Gehäuse, ungewöhnliche Geräusche, gelöste Befestigungen, Motor- oder Lagerzustand sowie die für die Baureihe erforderlichen Schwingungsmessungen.Probelaufprotokoll mit Ventilatorkennzeichnung, Prüfbedingungen und Ergebnissen der vorgeschriebenen Kontrollen einschließlich der jeweils erforderlichen Schwingungsmesswerte.
Messung von Spannung und StromstärkeElektrische Bedingungen während des Ventilatorbetriebs prüfen.Spannung und Stromstärke unter den dokumentierten Versorgungs- und Betriebsbedingungen.Elektrische Messwerte mit Zuordnung zum Ventilator, zur Motorkonfiguration und zu den Prüfbedingungen.
Volumenstrom- und Druckmessung im LaborLufttechnische Leistungsdaten des Ventilators unter definierten Bedingungen ermitteln.Volumenstrom und Druck an festgelegten Betriebspunkten; Spannung und Stromstärke können ebenfalls gemessen werden.Leistungsprüfbericht mit Ventilatorkennzeichnung, Prüfbedingungen, Druckart und Messergebnissen sowie Kennliniendaten im festgelegten Umfang.
Begleitete Werksabnahme (FAT)Dem Kunden oder einem Dritten die Begleitung der vereinbarten Prüfungen ermöglichen.Vereinbarte Kontrollen, Probeläufe, elektrische Messungen oder Leistungsprüfungen sowie Prüfung der Unterlagen.Protokoll der begleiteten Prüfungen mit vereinbarten Kontrollen, Abnahmekriterien und Ergebnissen.
Inbetriebnahme oder Abnahme vor OrtDen Ventilator nach dem Einbau in das Bewetterungssystem prüfen.Betriebszustand nach der Installation, Funktion der Steuerung und Messungen vor Ort.Eigenständiges Inbetriebnahme- oder Abnahmeprotokoll, getrennt von den Prüfunterlagen des Werks.

Die Fotos zeigen die Ausrüstung und den Prüfaufbau. Die Messergebnisse und die Abnahmeentscheidung für den eindeutig gekennzeichneten Ventilator sind im unterzeichneten Prüfprotokoll oder Prüfbericht festgehalten.

Endprüfung und Doku­men­ta­tion

Prüf­unter­la­gen und Lieferung

13Umgang mit nicht­kon­for­men Bauteilen und Prüf­er­geb­nis­sen

Materialien, Komponenten und montierte Ventilatoren, die die Anforderungen nicht erfüllen, werden zur Bewertung gekennzeichnet und von konformen Teilen getrennt. Dies gilt beim Wareneingang, während der Fertigung und Montage sowie bei den Prüfungen.

Je nach festgestelltem Mangel wird das betroffene Teil oder Gerät nachgearbeitet, repariert, ersetzt oder zurückgewiesen. Nach der Korrektur wird die betreffende Kontrolle oder Prüfung wiederholt. Die Dokumentation hält den Mangel, die ergriffene Maßnahme und das Ergebnis der erneuten Prüfung fest.

Explosionsgeschützter Hilfsgrubenlüfter nach Beschichtung und Endmontage
Hilfsgrubenlüfter nach Beschichtung und Endmontage, vor Verpackung und Lieferung.

14Ver­sand­frei­gabe, Kenn­zeich­nung, Doku­men­ta­tion und Verpackung

Nach Abschluss der vorgeschriebenen Kontrollen und Prüfungen erfolgt die abschließende Prüfung zur Versandfreigabe. Sie umfasst die Beschichtung, das Typenschild, die Seriennummer oder eine andere Produktkennzeichnung, die Kennzeichnung von Dreh- und Luftströmungsrichtung, Schutzabdeckungen, mitgeliefertes Zubehör und die vorgesehene Verpackung.

Das Prüfprotokoll nennt Modell und Seriennummer des Ventilators, die Motorkonfiguration, die durchgeführten Kontrollen, die Ergebnisse und die Abnahmeentscheidung sowie den Namen des Prüfers und das Prüfdatum.

Die mitgelieferten Unterlagen richten sich nach den Anforderungen der Baureihe und dem vereinbarten Lieferumfang. Dazu können gehören:

  • Produktbescheinigung oder Endprüfprotokoll;
  • Motorbescheinigung und Angaben des Motortypenschilds;
  • Auswuchtprotokoll des Laufrads, soweit zutreffend;
  • Probelaufprotokoll mit Schwingungsmessungen, sofern vorgeschrieben;
  • Messprotokoll für Spannung und Stromstärke;
  • Prüfbericht zu Volumenstrom und Druck mit Kennliniendaten im geforderten Umfang;
  • Protokoll der Werksabnahme (FAT), wenn eine Teilnahme des Kunden oder eines Dritten vereinbart wurde;
  • Unterlagen der explosionsgeschützten Komponenten, soweit zutreffend;
  • Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung;
  • Packliste und Liste des mitgelieferten Zubehörs.

Große Hauptgrubenlüfter können in mehreren Sektionen versendet werden. Jede Sektion, jedes lose Bauteil und jedes Packstück muss eindeutig gekennzeichnet sein, damit das Montageteam Lufteintritt, Ventilatorsektionen, Diffusor, Zubehör und Befestigungselemente zuordnen kann.

Vor der Bestellung

Was vor der Bestellung zu klären ist

  1. Erforderliche Betriebsbedingungen: Volumenstrom, Druck mit Angabe von statischem Druck oder Gesamtdruck, Betriebsbereich und Ventilatordrehzahl.
  2. Stromversorgung: Spannung, Frequenz, Phasenzahl sowie Anforderungen an Anlauf und Steuerung.
  3. Prüfumfang: baureihenspezifische Kontrollen, Probeläufe, erforderliche Schwingungsmessungen und zusätzliche Projektprüfungen.
  4. Elektrische Messprotokolle: bereitzustellende Spannungs- und Strommesswerte, zugehörige Prüfbedingungen und weitere festgelegte Messungen.
  5. Umfang der Laborprüfungen: zu messende Betriebspunkte, Ventilatordrehzahl, statischer Druck oder Gesamtdruck, abgedeckter Kennlinienbereich sowie festgelegte Spannungs- und Strommessungen.
  6. Teilnahme an Prüfungen: ob der Kunde oder ein Dritter die Werksabnahme (FAT) vor Ort oder aus der Ferne begleitet.
  7. Abnahmekriterien: Prüfverfahren, Toleranzen, Messgeräte und Berichtsformat.
  8. Dokumentation: Bescheinigungen, Zeichnungen, Auswuchtprotokolle, Prüfberichte, Anleitungen und Verpackungsunterlagen.

Werden diese Punkte im Auftrag festgelegt, kennen beide Seiten den Prüfumfang, die Abnahmekriterien und die zu liefernden Unterlagen.

Ihre Fragen

Häufige Fragen

Welche Prüfungen sind im Liefer­um­fang des Ventilators enthalten?

Die technischen Anforderungen und Prüfanweisungen der jeweiligen Baureihe bestimmen die vorgeschriebenen Prüfungen. Im Angebot und bei der Auftragsprüfung werden der Prüfumfang, der Umfang der Leistungsprüfungen, etwaige Zusatzprüfungen und die mitgelieferten Unterlagen festgelegt.

Kann das Labor auch Spannung und Stromstärke messen?

Ja. Das Labor misst Volumenstrom und Druck und kann auch Spannung und Stromstärke bei laufendem Ventilator erfassen. Gehören diese Messungen zum Prüfprogramm, werden die Werte zusammen mit der Motorkonfiguration sowie den Versorgungs- und Betriebsbedingungen aufgezeichnet.

Welche Prüf­unter­la­gen können mit­ge­lie­fert werden?

Die Dokumentation kann Produkt- und Motorunterlagen, die jeweils zutreffenden Auswucht- und Schwingungsprotokolle, Ergebnisse der Probeläufe und elektrischen Prüfungen, Berichte zu Volumenstrom und Druck, Anleitungen und Packlisten enthalten. Welche Unterlagen den Ventilator begleiten, richtet sich nach den Anforderungen der Baureihe und dem vereinbarten Lieferumfang.

Wie werden die Abnah­me­kri­te­rien für Auswuchten und Schwin­gun­gen festgelegt?

Die Kriterien richten sich nach den technischen Anforderungen und der Prüfanweisung der gewählten Baureihe. Der Auswuchtzustand des Laufrads und die Schwingungen des montierten Ventilators werden getrennt bewertet. Dabei gelten die für die jeweilige Konfiguration festgelegten Grenzwerte und Messbedingungen.

Kann der Kunde oder ein Dritter an den Werks­prü­fun­gen teilnehmen?

Die Anforderungen an die Teilnahme des Kunden oder eines Dritten müssen in der technischen Vereinbarung festgehalten werden. Vor dem Prüftermin werden die Prüfinhalte, die Betriebsbedingungen, die Abnahmekriterien, die Art der Teilnahme und die erforderlichen Berichte vereinbart.

Welche Angaben werden für den Prüfplan benötigt?

Teilen Sie uns den erforderlichen Volumenstrom und Druck mit und geben Sie an, ob statischer Druck oder Gesamtdruck gemeint ist. Benötigt werden außerdem Angaben zur Stromversorgung, Einbausituation und zu den Umgebungsbedingungen am Einsatzort. Geben Sie außerdem die gewünschten Betriebspunkte für die Messungen, die Anforderungen an eine Prüfteilnahme, die Abnahmekriterien und die benötigten Unterlagen an. Bei Projekten mit Explosionsschutzanforderungen sind zusätzlich die erforderlichen Zertifizierungen und Bauteilunterlagen anzugeben.

Ersetzen die Prüfungen im Werk die Inbe­trieb­nahme vor Ort?

Nein. Werksprüfungen dokumentieren das Verhalten des Ventilators unter festgelegten Bedingungen. Der Strömungswiderstand von Lutten oder Strecken, Luftleckagen, Fundamente, Ausrichtung, Stromversorgung, Steuerung und das Bewetterungsnetz beeinflussen den Betrieb nach der Installation. Die Inbetriebnahme und Abnahme vor Ort erfolgen getrennt von den Prüfungen im Werk.

Technische Pro­jekt­prü­fung

Beratung zur Ven­ti­la­tor­aus­wahl und zum Prüfplan

Teilen Sie uns Volumenstrom, Druck, Stromversorgung, Einbausituation, Umgebungsbedingungen am Einsatzort und die benötigten Prüfunterlagen mit. BOFENG kann prüfen, welche Ventilatorbaureihe geeignet ist, und den vorgesehenen Prüfumfang im technischen und kaufmännischen Angebot festhalten.

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