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Nr. 001, Industriepark, Dorf Nanjiao, Bezirk Zhoucun, Zibo, Provinz Shandong, China

Montag bis Freitag, 9:00 – 17:00 Uhr

Ein Grubenventilator ist ein großer Industrieventilator, der Luft durch untertägige Bergwerke und Tunnel bewegt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Frischluft zuzuführen, belastete Luft abzuführen, Staub und schädliche Gase zu verdünnen, Temperatur und Luftfeuchte zu regulieren und eine sichere Arbeitsumgebung für Bergleute aufrechtzuerhalten. Wir liefern Grubenventilatoren für Hauptbewetterung, Sonderbewetterung, Frischluftzufuhr sowie Rückluft- und Abluftaufgaben in Bergbauprojekten. Die Ventilatoren werden in untertägigen Gruben, Metallbergwerken, Nichtmetallbergwerken, Kohlebergwerken, Tunneln und weiteren Anwendungen eingesetzt, in denen stabiler Volumenstrom, zuverlässiger Druck und betriebssicherer Dauerlauf erforderlich sind.

Unsere Grubenventilatoren sind als Axial- und Radialventilatoren erhältlich und können an unterschiedliche Grubenbedingungen, Bewetterungsaufgaben und Einbauanforderungen angepasst werden. Modelle sind für Hauptluftwege, lokale Sonderbewetterung, Lutten- bzw. Kanalbewetterung, Abluftbetrieb sowie für Standard- oder explosionsgeschützte Ausführungen verfügbar.

Für die Auswahl eines passenden Grubenventilators nennen Sie uns bitte den erforderlichen Volumenstrom, Gesamtdruck, die Stromversorgung, Einbausituation, Lutten- oder Tunnelbedingungen sowie mögliche Anforderungen an Explosionsschutz oder Sonderausführung. Unser Team kann eine geeignete Ventilatorbaureihe empfehlen, Kennlinien zur Prüfung bereitstellen und ein Angebot auf Basis Ihres Betriebspunktes erstellen.

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Grubenventilatoren nach Baureihe, Grubentyp und Bewetterungsaufgabe vergleichen

Die folgenden Ventilatorbaureihen helfen Einkäufern und Ingenieuren, Grubenventilatoren nach Ventilatorkategorie, Grubentyp, Schutzart, Bewetterungsaufgabe und typischer Anwendung zu vergleichen. So lässt sich leichter eine passende Baureihe für Haupt-, Sonder-, Frischluft-, Rückluft- oder Abluftbewetterung bestimmen.

BaureiheVentilatorkategorieGeeigneter GrubentypSchutzartBewetterungsaufgabeTypische Anwendung
FKCDZHauptventilatorMetall- und NichtmetallbergwerkeStandardHauptabluftGrubenweite Abluftbewetterung und Rückluftaufgaben mit höherem Druck.
FKZHauptventilatorMetall- und NichtmetallbergwerkeStandardHauptbewetterung im BlasbetriebAllgemeine Hauptbewetterung und stabile Luftversorgung im gesamten Grubengebäude.
FKHilfsventilatorMetall- und NichtmetallbergwerkeStandardSonderbewetterung im BlasbetriebStrecken, Vortriebsorte und kurze bis mittlere Luttenbewetterung.
FKDHilfsventilatorMetall- und NichtmetallbergwerkeStandardSonderbewetterung im BlasbetriebLängere Lutten und lokale Bewetterungsaufgaben mit höherem Widerstand.
FBCDZHauptventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztHauptabluftHauptabluftbewetterung, wenn Explosionsschutz erforderlich ist.
FBCZHauptventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztHauptabluftHaupt-Rückluft und Abluftbewetterung mit Explosionsschutzanforderungen.
FBDHilfsventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztSonderbewetterung im BlasbetriebLängere Luttenbewetterung und Sonderbewetterungsaufgaben mit höherem Widerstand.
FBHilfsventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztSonderbewetterung im BlasbetriebStandardmäßige lokale Druckbewetterung in untertägigen Grubenbauen.
FBCHilfsventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztSonderbewetterung im SaugbetriebLokale Abluftbewetterung, wenn Explosionsschutz erforderlich ist.
FBCDHilfsventilatorKohle-, Metall- und NichtmetallbergwerkeExplosionsgeschütztSonderbewetterung im SaugbetriebSonderabluftaufgaben mit höherem Widerstand.

So wählen Sie Grubenventilatoren für ein Projekt aus

Die Auswahl eines Grubenventilators sollte auf dem tatsächlichen Betriebspunkt beruhen und nicht allein auf der Modellbezeichnung. Käufer sollten den erforderlichen Volumenstrom, Gesamtdruck, statischen Druck, Lutten- oder Tunnelwiderstand, Einbauort, Stromversorgung, Höhenlage, Betriebsumgebung und die Notwendigkeit eines Explosionsschutzes klären.

Für eine schnellere Empfehlung stellen Sie bitte die Anforderungen an Volumenstrom und Druck zusammen mit Grubentyp, Bewetterungsaufgabe, Tunnel- oder Luttenlayout sowie Spannung/Frequenz bereit. Auf dieser Basis können wir geeignete Ventilatorbaureihen vergleichen und Kennliniendaten zur Prüfung liefern.

Technischer Leitfaden

Grubenlüfter und Grubenbewetterung: Technischer Leitfaden

Dieser Leitfaden erläutert die Funktionsweise von Bewetterungssystemen im Bergbau, die Unterschiede zwischen Hauptgrubenlüftern, Zusatzlüftern (Druckerhöhungsventilatoren) sowie Hilfsgrubenlüftern und Ortslüftern, den Vergleich von Axial- und Radialventilatoren, die maßgebenden Leistungskennwerte sowie die Angaben, die für eine fachgerechte Ventilatorauslegung erforderlich sind.

Wie funktioniert ein Grubenbewetterungssystem?

Ein Grubenlüfter ist Bestandteil eines verzweigten Wetternetzes. Er erzeugt die erforderliche Druckerhöhung, um die Wetter durch Schächte, Rampen, Strecken, Abbaubereiche, Abwetterwege und Luttenleitungen zu fördern. § 16 ABBergV verlangt für untertägige Arbeitsstätten eine ausreichende Bewetterung und enthält Anforderungen an die Überwachung des Hauptlüfters sowie an den Bewetterungsplan.[1]

Ein typisches untertägiges Bewetterungssystem kann folgende Komponenten umfassen:

  • Einziehende Schächte, Stollenmundlöcher beziehungsweise Portale und Frischwetterstrecken
  • Abwetterstrecken, Aufhauen und ausziehende Wetterschächte
  • Wetterdämme, Wettertüren, Wetterregler und Abdichtungen zur Begrenzung von Wetterverlusten
  • Starre oder flexible Lutten für die Sonder- beziehungsweise Ortsbewetterung
  • Hauptgrubenlüfter, Zusatzlüfter sowie Hilfsgrubenlüfter und Ortslüfter
  • Mess- und Überwachungseinrichtungen für Wettermenge, Druck, Gase, Temperatur und Anlagenzustand

Je nach Bewetterungskonzept kann ein Hauptgrubenlüfter entweder saugend betrieben werden, um die Abwetter aus dem Grubengebäude abzuführen, oder blasend, um Frischwetter in das Bergwerk zu fördern. Hilfs- und Ortslüfter werden üblicherweise näher an Vortrieben und anderen örtlichen Arbeitsbereichen aufgestellt und mit einer Luttenleitung verbunden.

Vereinfachtes Schema der Untertagebewetterung mit Frischwetterschacht, Hauptgrubenlüfter, Ortslüfter, Ortsbrust sowie Frisch- und Abwetterwegen
Abbildung: Vereinfachtes Schema einer Untertagebewetterung mit Frischwetterweg, Arbeitsbereichen, Sonderbewetterung und Abwetterführung zum Hauptgrubenlüfter über Tage.

Aufgaben des Ventilatorsystems

  • Erzeugt die für die Wetterführung im gesamten Netz erforderliche Druckerhöhung
  • Versorgt belegte Grubenbaue und Arbeitsbereiche mit Frischwetter
  • Führt belastete Abwetter über die ausziehenden Wetterwege ab
  • Verdünnt und führt luftgetragene Stäube, Dieselmotoremissionen, Sprengschwaden und Grubengase ab
  • Unterstützt die Abfuhr von Wärme und Feuchte sowie eine geregelte Wetterführung unter Tage
  • Verringert bei fachgerechter Netzauslegung die Gefahr von Wetterstillständen und unzureichender Bewetterung in einzelnen Bereichen

Grubenventilatoren nach Aufgabe und Einbauort

Grubenlüfter werden üblicherweise nach ihrer Aufgabe und ihrer Position im Wetternetz eingeteilt. Die wichtigsten Gruppen sind Hauptgrubenlüfter, Zusatzlüfter sowie Hilfsgrubenlüfter und Ortslüfter.

01

Hauptgrubenlüfter

Große axiale Hauptgrubenlüfterstation über Tage an einem Bergwerk
Abbildung: Übertägige Hauptlüfterstation für den zentralen Bewetterungskreislauf eines Bergwerks.

Hauptgrubenlüfter übernehmen die Hauptbewetterung des Grubengebäudes. Sie werden üblicherweise am Schachtkopf, an einem Portal oder in einer übertägigen Lüfterstation installiert und je nach Bewetterungskonzept für blasenden oder saugenden Betrieb ausgelegt.

Typische Auslegungspunkte sind:

  • Erforderliche Wettermenge und Druckerhöhung für das gesamte Grubengebäude
  • Dauerbetrieb und geforderte Anlagenverfügbarkeit
  • Betriebs- und Reserveanordnung, sofern vorgeschrieben oder betrieblich erforderlich
  • Einlaufdüsen, Diffusoren, Übergangsstücke und Schalldämpfer
  • Motor, Anlasser, FU sowie Mess-, Schutz- und Überwachungstechnik

02

Zusatzlüfter (Druckerhöhungsventilatoren)

Sofern die einschlägigen bergrechtlichen Vorgaben dies zulassen und eine vollständige Wetternetzberechnung vorliegt, kann ein Zusatzlüfter unter Tage in Reihe mit der Hauptbewetterung eingesetzt werden, um in einem ausgewählten Netzabschnitt eine zusätzliche Druckerhöhung bereitzustellen.

Bei der Auslegung eines Zusatzlüfters sind insbesondere zu berücksichtigen:

  • Druckverteilung im gesamten Wetternetz
  • Mögliche Wetterkurzschlüsse, Rezirkulationen und unbeabsichtigte Änderungen der Wetterströme
  • Wechselwirkungen mit Hauptgrubenlüftern, Wetterreglern und Wettertüren
  • Gasüberwachung, elektrischer Schutz und Notfallmaßnahmen
  • Örtliche bergrechtliche Vorgaben und betriebliche Anforderungen des Bergwerks

Ein Zusatzlüfter darf nicht als isoliertes Einzelgerät ausgewählt werden. Betriebspunkt und Regelung müssen stets im Zusammenhang mit dem vollständigen Wetternetz bewertet werden. Änderungen der Bewetterung sind in die Gefährdungsbeurteilung, das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument sowie die Alarm- und Notfallorganisation einzubeziehen.[2]

03

Hilfsgrubenlüfter und Ortslüfter

Axialer Ortslüfter mit gelber flexibler Lutte zur Bewetterung eines untertägigen Streckenvortriebs
Abbildung: Hilfsgrubenlüfter mit flexibler Lutte zur Bewetterung eines Streckenvortriebs.

Hilfsgrubenlüfter und Ortslüfter dienen der Sonderbewetterung von Streckenvortrieben, Blindörtern, Abbaustellen und anderen Bereichen, die nicht ausreichend vom Hauptwetterstrom erfasst werden. Sie werden üblicherweise in der Nähe des Einsatzortes aufgestellt und an starre oder flexible Lutten angeschlossen.

Typische Aufgaben der Sonderbewetterung sind:

  • Einblasen von Frischwetter durch eine Lutte bis zur Ortsbrust
  • Absaugen belasteter Abwetter aus einem örtlichen Arbeitsbereich
  • Bewetterung langer Luttenleitungen oder Luttenstränge mit hohem Strömungswiderstand
  • Verdünnung und Abführung von Bohrstaub, Sprengschwaden und Maschinenemissionen
  • Einsatz in Kohlebergwerken mit für den jeweiligen Einsatzbereich geeigneter explosionsgeschützter Ausrüstung

Axial- und Radialventilatoren für die Grubenbewetterung im Vergleich

Axial- und Radialventilatoren beruhen auf unterschiedlichen aerodynamischen Bauformen. Keine Bauart ist grundsätzlich für jedes Bergwerk überlegen. Maßgeblich sind der geforderte Betriebspunkt, der Anlagenwiderstand, das Wirkungsgradziel, die Einbausituation, die Schallschutzanforderungen und der verfügbare Bauraum.

Vergleich von Axial- und Radialventilatoren für die Grubenbewetterung
Vergleichskriterium Axialventilatoren Radialventilatoren
Strömungsrichtung Die Luft tritt im Wesentlichen parallel zur Ventilatorwelle ein und aus. Die Luft tritt im Bereich des Laufradzentrums ein und verlässt das Gehäuse radial.
Typischer Aufbau Zylindrisches Gehäuse mit geradlinigem Strömungsweg. Laufrad in einem Spiralgehäuse mit getrennt angeordneter Ansaug- und Druckseite.
Typische Anwendung im Bergbau Häufig für Haupt- und Sonderbewetterung mit großen Volumenströmen eingesetzt. Häufig für höhere Druckanforderungen, hohe Anlagenwiderstände oder besondere Einbaubedingungen eingesetzt.
Einbaumerkmale In Strömungsrichtung kompakt und gut für Lutten-, Kanal- oder Stationsanordnungen geeignet. Benötigt ausreichend Raum für Gehäuse, Ansaugung und festgelegte Ausblasrichtung.
Leistungsregelung Je nach Bauart durch Laufschaufelverstellung, Drehzahlregelung oder eine Kombination aus beidem. Je nach Bauart durch Drehzahlregelung, Drallregler oder Drosselklappen.
Reversierbetrieb Nur bei Ventilatoren verfügbar, die ausdrücklich für eine Umkehr der Strömungsrichtung ausgelegt sind. Üblicherweise für eine festgelegte Strömungsrichtung ausgewählt, sofern keine Sonderausführung vorgesehen ist.
Grundlage der Endauswahl Geforderter Volumenstrom, Druckerhöhung, Ventilator- und Anlagenkennlinie, Wirkungsgrad sowie Standortbedingungen. Geforderter Volumenstrom, Druckerhöhung, Ventilator- und Anlagenkennlinie, Wirkungsgrad sowie Standortbedingungen.

Auslegungshinweis: Der allgemeine Vergleich von Ventilatorbauarten dient nur der Vorauswahl. Das endgültige Modell ist anhand geprüfter Leistungsdaten am geforderten Volumenstrom und Druck auszulegen – nicht allein nach Bauart oder Motorleistung.

Maßgebliche technische Kennwerte und Ventilatorkennlinien

Die fachgerechte Auswahl basiert auf dem erforderlichen Betriebspunkt und den Eigenschaften des Bewetterungssystems. Vor der Modellauswahl sind insbesondere die folgenden Kennwerte festzulegen.

Volumenstrom (Q)

Das vom Ventilator geförderte Luftvolumen je Zeiteinheit, üblicherweise angegeben in m³/s, m³/min oder m³/h; in internationalen Spezifikationen teilweise auch in CFM. Der Bedarf ist für das gesamte Bergwerk, ein Revier, einen Vortrieb oder das zu versorgende Lutten- beziehungsweise Kanalnetz festzulegen.

Statischer Druck (Ps)

Die statische Druckerhöhung steht zur Überwindung der Widerstände in Schächten, Strecken, Lutten, Bögen, Wetterreglern, Formstücken und Leckagewegen zur Verfügung. Der Geschwindigkeitsdruck an der jeweiligen Bezugsebene ist darin nicht enthalten.

Gesamtdruck (Pt)

Die vom Ventilator erzeugte Gesamtdruckerhöhung. Sie setzt sich entsprechend der Prüfanordnung und den festgelegten Bezugsebenen aus statischem Druck und dem zugehörigen Geschwindigkeitsdruck zusammen.

Wirkungsgrad (η)

Der Ventilatorwirkungsgrad setzt die nutzbare Luftleistung ins Verhältnis zur an der Ventilatorwelle zugeführten Leistung. Ein stabiler Betriebspunkt im günstigen Wirkungsgradbereich kann den langfristigen Energiebedarf deutlich senken.

Motorleistung und Drehzahl

Motornennleistung, Drehzahl, Spannung, Frequenz, Anlaufverfahren und Auslegungsreserve müssen zum gewählten Betriebspunkt und zu den elektrischen Bedingungen am Standort passen.

Schall und Schwingungen

Anforderungen an Schall- und Schwingungsemissionen beeinflussen die Auslegung von Schalldämpfern, elastischen Verbindungen, Schwingungsisolatoren und Tragkonstruktionen sowie die Vorgaben für Auswuchtung, Zustandsüberwachung und Instandhaltung.

Kennfeld eines axialen Grubenventilators mit statischem Druck, Volumenstrom, Wirkungsgrad und Schaufelwinkeln
Abbildung: Beispielhaftes Kennfeld eines Axialventilators mit Volumenstrom, Druck, Wirkungsgrad und Laufschaufelstellungen. Für die Endauswahl ist stets die Kennlinie des angebotenen Modells in der vorgesehenen Konfiguration maßgeblich.

Ventilatorkennlinie und Betriebspunkt

Die Ventilatorkennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Volumenstrom und Druck bei festgelegter Drehzahl, Laufschaufelstellung und Prüfkonfiguration. Die Anlagenkennlinie bildet den Druckbedarf des Bergwerks, der Strecke oder der Luttenanlage bei unterschiedlichen Volumenströmen ab.

Der zu erwartende Betriebspunkt liegt am Schnittpunkt von Ventilator- und Anlagenkennlinie. Das ausgewählte Modell soll in einem stabilen, regelbaren und energetisch günstigen Kennlinienbereich arbeiten. Für Leistungsprüfungen kann – abhängig von der Projektspezifikation – DIN EN ISO 5801 herangezogen werden.[3]

Wichtig: Die Motorleistung allein reicht für die Ventilatorauswahl nicht aus. Ventilatoren mit gleicher Motornennleistung können sich bei Volumenstrom, Druckerhöhung, Wirkungsgrad und Schallemission deutlich unterscheiden.

Wie wird ein Grubenlüfter ausgelegt und ausgewählt?

Eine fachgerechte Auswahl verknüpft Bewetterungsbedarf, Anlagenwiderstand, geprüfte Ventilatordaten, Standortbedingungen und Sicherheitsanforderungen. Für die erste Modellauswahl eignet sich das folgende Vorgehen in fünf Schritten.

  1. Bewetterungsaufgabe festlegen

    Festlegen, welcher Bereich zu bewettern ist und wie die Wetterströme geführt werden sollen.

    • Erforderliche Wettermenge für Bergwerk, Wetterabteilung, Vortrieb oder Tunnel
    • Hauptbewetterung, Druckerhöhung im Wetternetz durch Zusatzlüfter sowie Sonder- beziehungsweise Ortsbewetterung
    • Blasende oder saugende Betriebsweise sowie Frisch- oder Abwetterführung
    • Normal-, Not- oder Reversierbetrieb, sofern erforderlich
    • Aktueller Produktionsbedarf und mögliche spätere Erweiterung
  2. Anlagen- und Wetterwiderstand bestimmen

    Die für den Sollvolumenstrom erforderliche Druckerhöhung berechnen oder verifizieren.

    • Länge und Querschnitt von Strecke, Schacht, Tunnel oder Lutte
    • Luttendurchmesser, Werkstoff, Bögen, Abzweige und Formstücke
    • Wettertüren, Wetterdämme, Wetterregler und weitere Netzeinbauten
    • Leckagewege und zu erwartende Luttenleckage
    • Erforderlicher statischer Druck und Gesamtdruck am Auslegungspunkt
  3. Ventilatorbauart und Anlagenkonfiguration auswählen

    Geeignete Ventilatorbaureihen und Aufstellungsvarianten vergleichen.

    • Axial- oder Radialbauart
    • Ein- oder zweistufige Axialausführung, bei Bedarf gegenläufig
    • Einzelventilator, Parallelbetrieb oder Reihenschaltung, sofern technisch sinnvoll
    • Betriebs- und Reserveanordnung
    • Erforderliche Einlauf-, Auslauf-, Übergangs-, Schalldämpfer- und Luttenanschlüsse
  4. Kennlinie und Betriebsbereich prüfen

    Das vorgeschlagene Modell mit der erwarteten Anlagenkennlinie abgleichen.

    • Volumenstrom und Druck am Auslegungspunkt
    • Stabiler Betriebsbereich mit ausreichendem Abstand zur Abrissgrenze und zu instabilen Kennlinienbereichen
    • Wirkungsgrad im Nennbetrieb und bei alternativen Betriebspunkten
    • Motorauslastung über den vorgesehenen Betriebsbereich
    • Verstellbereich für Laufschaufelwinkel, Drehzahlregelung oder andere Regelverfahren
  5. Standort-, Sicherheits- und Steuerungsanforderungen bestätigen

    Die Ventilatoranlage an die tatsächliche Einbausituation sowie an die geltenden Sicherheits- und Konformitätsanforderungen anpassen.

    • Spannung, Frequenz, Motorausführung und Anlaufverfahren
    • Höhenlage, Umgebungstemperatur, Feuchte, Staub- und Korrosionsbelastung
    • Aufstellung in Innen- oder Außenbereichen sowie über oder unter Tage
    • Anforderungen an den Explosionsschutz, sofern zutreffend
    • FU, lokale Steuerung, Sensorik und Anbindung an das bergwerkseitige SCADA-System
    • Anforderungen an Prüfungen, Dokumentation, Abnahme und Ersatzteilhaltung

Unterstützung bei der Auswahl eines Grubenlüfters benötigt?

Übermitteln Sie den erforderlichen Volumenstrom, den Druckbedarf, die Spannung, die Bewetterungsaufgabe und die Einbaudaten. Unser technisches Team ermittelt eine geeignete Baureihe und stellt Kennlinien sowie Leistungsdaten für die Projektabstimmung zusammen.

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Sicherheit, Explosionsschutz und Ventilatorüberwachung

Schutzkonzept, Redundanz, Überwachungsumfang und Betriebsweise richten sich nach Bergwerksart, Einbauort, Gefährdungsbeurteilung sowie den geltenden bergrechtlichen und betrieblichen Vorgaben. Die endgültige Lösung ist durch die verantwortlichen Fachleute für Bewetterung und Arbeitssicherheit zu prüfen und im Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument zu berücksichtigen.[4]

Explosionsschutz

In Kohlebergwerken und anderen Bereichen, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, können geeignete explosionsgeschützte Ventilatoren, Motoren, elektrische Betriebsmittel, Sensoren und Steuerungskomponenten erforderlich sein. Schutzkonzept, Gerätegruppe, Kategorie und Nachweisführung richten sich nach Einbauort, Gefährdungsbeurteilung und den anwendbaren bergrechtlichen Vorgaben. Für Geräte, die in der Europäischen Union in Verkehr gebracht werden, ist unter anderem die Richtlinie 2014/34/EU (ATEX) zu berücksichtigen; bei Untertagebergwerken ist insbesondere die Gerätegruppe I mit der zutreffenden Kategorie M1 oder M2 zu prüfen.[5] Für Geräte und Komponenten in grubengas- oder staubexplosionsgefährdeten Untertagebergwerken enthält DIN EN ISO/IEC 80079-38 ergänzende konstruktive Anforderungen.[6] Soweit sie im jeweiligen Anwendungsbereich heranzuziehen sind, konkretisieren TRGS 722 und TRGS 723 Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher explosionsfähiger Gemische und wirksamer Zündquellen.[7][8]

Verfügbarkeit und Redundanz

§ 16 ABBergV verlangt Vorkehrungen für Stabilität und Kontinuität der Hauptbewetterung sowie eine Alarmierung bei unbeabsichtigtem Lüfterstillstand. Ob eine Hauptlüfterstation darüber hinaus mit Reserveventilator, unabhängiger Energieversorgung oder automatischer Umschaltung auszurüsten ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung, dem Bewetterungsplan, der Betriebsplanzulassung und den betrieblichen Anforderungen.[1]

Überwachung und Leittechnik

Zur Anlagenüberwachung können Ventilatordrehzahl, Motorstrom, Lagertemperatur, Schwingung, Differenzdruck, Volumenstrom und Betriebszustand erfasst werden. Im Wetternetz werden zusätzlich Gaskonzentrationen, Temperatur und Wettermenge an ausgewählten Messstellen überwacht. Soweit mess-, steuer- oder regeltechnische Einrichtungen Bestandteil des Explosionsschutzkonzepts sind, ist ihre sicherheitstechnische Funktion entsprechend den anwendbaren Anforderungen zu bewerten; TRGS 725 bietet hierfür eine deutsche Regelwerksgrundlage.[9]

Anfahren, Abstellen und Instandhaltung

Das Anfahren, Abstellen oder Reversieren eines Ventilators sowie Änderungen der Drehzahl können die Wetterverteilung im gesamten Netz verändern. Geplante Stillstände, Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten und Änderungen der Regelung müssen deshalb nach freigegebenen Betriebsanweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und Kommunikationsabläufen erfolgen. Anforderungen an den Berührungsschutz und an feststehende trennende Schutzeinrichtungen für Industrieventilatoren behandelt DIN EN ISO 12499.[10]

Rechtlicher Hinweis: Diese Seite enthält allgemeine technische Informationen. Sie ersetzt keine Wetternetzberechnung oder Bewetterungsplanung, keine rechtliche oder konformitätsbezogene Prüfung, keine Explosionsgefährdungsbeurteilung, keinen zugelassenen Betriebsplan und keine standortspezifische Betriebsanweisung.

Anwendungen von Ventilatoren im Bergbau und Tunnelbau

Grubenventilatoren werden im Untertagebergbau, im Tunnelbau sowie bei staub- und schadstoffbelasteten Absaugaufgaben eingesetzt. Die erforderliche Ausführung ergibt sich aus Wetternetz, Betriebsweise und Standortbedingungen.

Kohlenbergbau

Haupt- und Sonderbewetterung von Frisch- und Abwetterwegen, Vortrieben und örtlichen Arbeitsbereichen in Kohlebergwerken, einschließlich Anwendungen mit erforderlicher Ex-Ausführung.

Tunnel- und Untertagebau

Luttenbewetterung für Straßen- und Eisenbahntunnel, Wasserkraftwerks- und Versorgungstunnel sowie weitere Untertagebauprojekte, einschließlich langer, blasend oder saugend betriebener Luttenstrecken.

Staub- und Schadstofferfassung

Be- und Entlüftungs- beziehungsweise Absaugsysteme, die zusammen mit geeigneter Abscheide- oder Aufbereitungstechnik luftgetragene Stäube, Prozessabgase und Maschinenemissionen erfassen und abführen.

Technische Quellen

Die folgenden zehn deutschsprachigen beziehungsweise in deutscher Fassung verfügbaren Quellen liefern den rechtlichen und technischen Rahmen für Bewetterung, Arbeitssicherheit, Explosionsschutz im Untertagebergbau, Ventilatorprüfung und mechanische Sicherheit. Vor der Anwendung sind stets der aktuelle Ausgabestand, der Geltungsbereich und der konkrete Projektbezug zu prüfen.

  1. Allgemeine Bundesbergverordnung (ABBergV), § 16 – Bewetterung untertägiger Arbeitsstätten. Bundesrechtliche Anforderungen an ausreichende Bewetterung, maschinelle Hauptbewetterung, Überwachung des Hauptlüfters, Alarmierung bei unbeabsichtigtem Lüfterstillstand und die Führung eines Bewetterungsplans. Quelle aufrufen

  2. Richtlinie 92/104/EWG – Mindestvorschriften zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer in übertägigen oder untertägigen mineralgewinnenden Betrieben. EU-Mindestvorschriften unter anderem zum Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument, zum Explosions- und Brandschutz, zu Alarm- und Kommunikationssystemen sowie zu Notfallmaßnahmen. Quelle aufrufen

  3. DIN EN ISO 5801:2018-04 – Ventilatoren – Leistungsmessung auf genormten Prüfständen. Grundnorm für die Bestimmung und Darstellung von Ventilatorleistungsdaten auf genormten Prüfständen. DIN Media kennzeichnet die Norm als aktuell und weist auf DIN EN ISO 5801/A1 hin; der für Prüfung und Vertrag anzuwendende Stand ist projektbezogen festzulegen. Quelle aufrufen

  4. Allgemeine Bundesbergverordnung (ABBergV), § 3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument. Vorgaben zur Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen sowie zur Dokumentation geeigneter Schutzmaßnahmen. Quelle aufrufen

  5. Richtlinie 2014/34/EU (ATEX) – Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen. EU-Anforderungen an Geräte und Schutzsysteme, die bestimmungsgemäß in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden; für Untertagebergwerke werden Geräte der Gruppe I den Kategorien M1 oder M2 zugeordnet. Quelle aufrufen

  6. DIN EN ISO/IEC 80079-38:2017-10 – Explosionsfähige Atmosphären – Teil 38: Geräte und Komponenten in explosionsfähigen Atmosphären in untertägigen Bergwerken. Explosionsschutzanforderungen an Konstruktion und Kennzeichnung von Geräten und Komponenten für grubengas- oder staubexplosionsgefährdete Untertagebergwerke, einschließlich Änderung A1:2018-08. Quelle aufrufen

  7. BAuA – TRGS 722: Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Gemische. Technische und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung oder Begrenzung gefährlicher explosionsfähiger Gemische; Ausgabe Februar 2021, zuletzt geändert und ergänzt durch GMBl 2025 S. 403 [Nr. 20] vom 18. Juli 2025. Quelle aufrufen

  8. BAuA – TRGS 723: Gefährliche explosionsfähige Gemische – Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische. Regelwerksgrundlage zur Bewertung und Vermeidung wirksamer Zündquellen in explosionsgefährdeten Bereichen; Ausgabe Juli 2019, geändert im Oktober 2020. Quelle aufrufen

  9. BAuA – TRGS 725: Gefährliche explosionsfähige Gemische – Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen im Rahmen von Explosionsschutzmaßnahmen. Anforderungen an sicherheitsrelevante Mess-, Steuer- und Regelfunktionen, die als Explosionsschutzmaßnahme eingesetzt werden; Ausgabe April 2023. Quelle aufrufen

  10. DIN EN ISO 12499:2010-12 – Industrieventilatoren – Mechanische Sicherheit von Ventilatoren – Berührungsschutz. Anforderungen an den Berührungsschutz von Industrieventilatoren sowie Hinweise zur Verringerung oder Vermeidung mechanischer Gefährdungen und zur Ausführung feststehender trennender Schutzeinrichtungen. Quelle aufrufen

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Versandvideo für Bewetterungsventilator einer Metallmine
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Laiwu Eisenerzbergwerk: FBD Ortslüfter-Praxisfall
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FKCDZ Grubenluefter Versandvideo | Endpruefung, Verpackung, Verladung
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Fallstudie: Voll-LKW Lieferung von FKZ Serie Ventilatoren
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Zertifizierungen, Patente und Konformität

Zu den ausgewählten Zertifikaten gehören CE, ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001. Zusätzliche Unterlagen wie MA/KA-Zertifikate für Bergbauprodukte, Patenturkunden, Prüfberichte und technische Dateien können auf Anfrage für die Projektprüfung und Lieferantenbewertung bereitgestellt werden.

Häufig gestellte Fragen

Grubenventilatoren umfassen üblicherweise Hauptventilatoren, Hilfsventilatoren, Axialventilatoren, Radialventilatoren und explosionsgeschützte Ventilatoren. Hauptventilatoren werden für den grubenweiten Luftstrom eingesetzt, während Hilfsventilatoren für Strecken, Ortsbrust, Lutten und lokale Bewetterung verwendet werden.
Die Auswahl hängt von erforderlichem Volumenstrom, Gesamtdruck, statischem Druck, Bewetterungsaufgabe, Einbaulayout, Lutten- oder Tunnelwiderstand, Stromversorgung und Sicherheitsanforderungen der Grube ab. Vor der endgültigen Modellauswahl sollte die Ventilatorkennlinie geprüft werden.
Hauptventilatoren bedienen die gesamte Bewetterungsstrecke der Grube, zum Beispiel Frischluft- oder Abluftströme für größere Bereiche. Hilfsventilatoren werden für lokale Bewetterung eingesetzt, etwa in Strecken, Vortrieben, Luttenanlagen und beengten Arbeitsbereichen.
Ja. Explosionsgeschützte Grubenventilatoren sind für Kohlebergwerke und andere Anwendungen erhältlich, in denen zünddurchschlagsichere bzw. flammgeschützte Ausführung erforderlich ist. Die endgültige Auswahl muss zur Grubenumgebung, Bewetterungsaufgabe und den geltenden Sicherheitsanforderungen passen.
Bitte geben Sie erforderlichen Volumenstrom, Druck, Spannung und Frequenz, Einbaulayout, Luttendurchmesser oder Tunnelquerschnitt, Höhenlage oder Standortbedingungen, Bewetterungsaufgabe und gegebenenfalls Explosionsschutzanforderungen an.
Ja. Axialventilatoren werden häufig für Grubenbewetterung mit hohem Luftvolumen eingesetzt, während Radialventilatoren bei höherem Druck oder besonderen Widerstandsbedingungen gewählt werden können. Der geeignete Typ hängt vom tatsächlichen Betriebspunkt und den Einbaubedingungen ab.
Ja. Kennliniendaten können für geeignete Modelle bereitgestellt werden, sobald Volumenstrom, Druck, Bewetterungsaufgabe, Stromversorgung und Einbaubedingungen bestätigt sind.
Ja. Grubenventilatoren können je nach Projektbedingungen für besondere Anforderungen an Volumenstrom, Druck, Spannung, Einbaulayout, Höhenlage, Korrosion, hohe Temperatur oder Sicherheit geprüft und angepasst werden.
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